GLOTZE II

Philipp Weschenfelder / Pei Ann Yeoh / Philipp Martin / Philipp Scholz


Philipp Weschenfelder, alto sax
Pei Ann Yeoh, violine
Philipp Martin, bass guitar
Philipp Scholz, drums

VÖ: April 2022

YEOH//GLOTZE besteht seit 2018. Die vier MusikerInnen, an unterschiedlichen Orten musikalisch ausgebildet (Malaysia, England, Deutschland), finden in diesem Projekt einen Binnenraum der kritisch experimentellen Materialbefragung.

Das Leipziger Trio GLOTZE fordert sein Publikum durch eine stark ausgeprägte Emanzipation der Musik, abseits von standardisierten Hörgewohnheiten. Die Protagonisten Mark Weschenfelder (sax), Philipp Martin (bs, FX) und Philipp Scholz (dr) lassen ihre musikalisch sehr unterschiedliche Sozialisation aufeinandertreffen. Hier entsteht neue Musik im Bereich Komposition, Konzept & Improvisation, wo spielerisch Prinzipien avancierter Kunstmusik mit der Körperlichkeit von Jazz und Punk kollidieren und korrelieren. Die künstlerische Arbeit des Trios ist eng verwoben mit dem Forschen, Recherchieren und Erarbeiten ihrer Werke. Wenngleich u.U. der Höreindruck einer ausschließlichen Simultanimprovisation entstehen kann, so ist der elementare Bestandteil der Musik im dezidierten Kompositionsprozess in metrischer wie harmonischer Komplexität analog definiert festgelegt.

Seit 2018 verfolgt das Ensemble diesen Weg konsequent in Zusammenarbeit mit Pei Ann Yeoh, wobei der beschriebene Ansatz um jenen der Konzeptimprovisation ergänzt wurde. Die versierte Violinistin und Musikwissenschaftlerin lebt und arbeitet in Kuala Lumpur und hat ein breites musikalisches Spektrum und Interesse. Sie ist sowohl in klassischer Musik als auch verschiedenen Jazzformen ausgebildet. Yeoh versucht, instrumentale Stereotypen bei der Aufführung zu hinterfragen und neue Klänge zu erforschen.

Diese, den vier MusikerInnen, gemeinsame Bereitschaft zur kritischen Materialbefragung zeigt sich im Gemeinschaftsprojekt YEOH//GLOTZE überaus fruchtbar. Hier wird Urheber Struktur, Form, Material und individuelle Perspektivität nachgedacht. Nichts ist dabei unumstößlich. […]