traps &

Boomslang Records

traps steht für die verschiedenen tätigkeitsfelder von alfred vogel, – alfred vogel als drummer, aufnahmen, produktionen, konzertveranstaltungen wie bezaubeatz oder am spielboden in dornbirn – das ganze rundherum gibt es hier. unter dem label boomslang records veröffentlicht er alben mit künstlern aus new york, berlin, zürich u.v.a plätzen.


SÜDDEUTSCHE Zeitung 7. und 8. Jänner 2012 – Karl Bruckmaier Elemente des Jazz sind inzwischen integraler Bestandteil von elektronischer Musik, Rock, Hip-Hop, egal was: und damit ist nicht das gelegentliche Saxofonsolo gemeint, sondern der Gestus, für den Jazz steht, die Selbstbestimmtheit, das Bewusstsein, auch andere Wege gehen zu können. Ein exzellentes Beispiel für diese vielleicht erst jetzt erlangte Universalität einer Musik, die man einst Jazz genannt hat, ist die Compilation „Vogelperspektive Vol. 1“ (Boomslang Rec.) des Vorarlberger Schlagwerkers Alfred Vogel. In Zeiten von Datentausch via Internet und Billigflügen ist ein Ort wie Bezau nicht mehr notwendigerweise ein Synonym für Provinz, sondern kann temporär Mittelpunkt eines ganzen Musikkosmos sein, wenn dort unter Teilnahme von Stars aus Übersee und Freunden von Nebenan aus dem Moment heraus eine stilistisch so vielfältige Musik geschaffen werden kann, wie Vogel sie 2012 auf gleich fünf nach dieser Compilation mit höchster Spannung erwarteten Alben veröffentlichen will und wird. Terra incognita gleich ums Eck.

vor beinahe hundert jahren fingen die leute um new orleans an, zu den neuen rhythmen von jazz und blues zu tanzen. die art des trommelns aus der militärmusik, das spielen der rudiments, war zu steif, um diesen neuen rhythmen impulse zu geben. auf der suche nach einer lösung plünderten die schlagzeuger das inventar der schlaginstrumente weltweit.

sie übernahmen elemente von überall her – die kleine und große trommel aus europa, tomtoms aus china, becken aus der türkei – und natürlich kuhglocken, claves und holzblöcke, und so begann sich eine neue art des trommelns zu entwickeln – und beinahe nebenbei auch ein neues instrument. diese zusammenstellung war bekannt unter dem namen “contraptions”, was dann später zu “traps” verkürzt wurde.

micky hart in “drumming at the edge of music”