INTENSIVSTATION

John Schröder / Wolfgang Zwiauer / Alfred Vogel

INTENSIVSTATION (intensive care unit)
Vogelperspektive Vol. 4

John Schröder: fender rhodes, guitar, drums
Wolfgang Zwiauer: bass & low end fx
Alfred Vogel: drums & samples

release august 2012
boomslang records:
available via download or amazon

“Selten ist komplexe Musik mit einer derartigen Leichtigkeit dargeboten worden” JAZZTHING Nov 2011 – Götz Bühler (Feature!!!)

„Elemente des Jazz sind inzwischen integraler Bestandteil von elektronischer Musik, Rock, Hip-Hop, egal was: und damit ist nicht das gelegentliche Saxofonsolo gemeint, sondern der Gestus, für den Jazz steht, die Selbstbestimmtheit, das Bewusstsein, auch andere Wege gehen zu können. Ein exzellentes Beispiel für diese vielleicht erst jetzt erlangte Universalität einer Musik, die man einst Jazz genannt hat, ist die Compilation „Vogelperspektive Vol. 1“ (Boomslang Rec.) des Vorarlberger Schlagwerkers Alfred Vogel. In Zeiten von Datentausch via Internet und Billigflügen ist ein Ort wie Bezau nicht mehr notwendigerweise ein Synonym für Provinz, sondern kann temporär Mittelpunkt eines ganzen Musikkosmos sein, wenn dort unter Teilnahme von Stars aus Übersee und Freunden von Nebenan aus dem Moment heraus eine stilistisch so vielfältige Musik geschaffen werden kann, wie Vogel sie 2012 auf gleich fünf nach dieser Compilation mit höchster Spannung erwarteten Alben veröffentlichen will und wird. Terra incognita gleich ums Eck.“ Karl Bruckmaier, SÜDDEUTSCHE Zeitung Jänner 2011
Vol. 4 wird der Band INTENSIVSTATION gewidmet sein. In dieser Band vereint sich das „Percussionwunder“ (Jazzthing) Alfred Vogel mit dem Jazzpaten aus Berlin John Schröder, der hier gleich 3 (!) Instrumente teilweise simultan bedient, und dem vielseitigen Bassisten Wolfgang Zwiauer aus Bern. Drei Spezialisten verschiedener Fachrichtungen sind hier am Werk, und operieren nach den neusten Erkenntnissen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Improvisation. „Bei unserer ersten Begegnung stellte sich heraus, dass wir alle drei aus unterschiedlichen Gründen schon mal auf Intensivstation waren … das findet sich auch in unserer Spielhaltung: es geht um Leben und Tod“, reüssiert die Band mit einem Augenzwinkern. Recht unterhaltsam soll das sein, wenn man John Schröder zusieht, wie er mit der linken Hand am Griffbrett der Gitarre würgt und mit der rechten die Tasten am Fender Rhodes auf und ab jagt, während ein Fuß das Bassdrum Pedal bedient und die vertrackten Grooves von Vogel am Drumset zusätzlich mit Puls frequentiert. Und bei aller Intensität bewahrt Zwiauer die Melodieführung, für die er so bekannt ist. Intensiv sind diese Improvisationen allemal – fürs Auge, Gehör und Gehirn gleichermaßen. Psychedelisches wechselt mit meditativer Entspannung, das pulsierende Berlin trifft auf das idyllische Bezau und ein erdiges Bern. Musik, die in der Tradition von Bitches Brew wurzelt, und einen Weitblick garantiert, wie man ihn nur hoch oben, über den Wolken erlebt – aus der Vogelperspektive eben …

JAZZTHING Oktober 2012 über INTENSIVSTATION
„faszinierend, wie John Schröder noch in den Ausklang seines Fender Rhodes seine heroischen Gitarrengebilde schleudert, später auch mit Schlagwerk oder Spielzeugklavier musiziert – und wie gut das mit Alfred Vogels inspiriertem Schlagzeugspiel und Wolfgang Zwiauers groovefigürlichem Bass zusammen klingt. Auf dem Album klingt das in Stücken wie „Erwachen“, „Abgrund“ oder „Herz“ meist stürmisch, aber auch mal wie die Ruhe vor dem Sturm. Es ist Musik, die in der Tradition von Bitches Brew wurzelt und einen Weitblick garantiert, wie man ihn nur hoch oben, über den Wolken erlebt.“ Götz Bühler

Foto by Renata Chueire

Soundsample:


YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=6xD0AqLKuF8